1.September: Im August sind sie, bis auf einen Tag, täglich frei geflogen. Leider sind sie 2x am Abend nicht nach Hause gekommen. In der letzten Zeit haben sie es sich angewöhnt, das sie nach Hause kommen und sich melden, aber dann noch einmal für 1/2 Stunde weg fliegen. So zügig wie es auf den folgenden Videos aussieht, geht es leider meistens nicht. Beim letzten Video mußte ich, weil sie nach 10 Minuten noch nicht aus dem Baum herunter gekommen sind, dann mit Kuchen locken.
9.September: Heute stehe ich wieder vor einer schweren Entscheidung. Im vorigen Jahr sind Kiri und Rico seit dem 10. September über 8 Wochen lang, nicht nach Hause gekommen. Warum sie sich so verhalten haben, weiß ich nicht genau. Wenn ich sie jetzt für die nächste Zeit nicht heraus lasse, werde ich es nie erfahren. Also werde ich sie weiter frei fliegen lassen und hoffe, daß sich die Geschichte in diesem Jahr nicht wiederholt. Auf dem Video ist zu sehen, wie sie am Morgen los geflogen sind und das sie ihre Vorliebe für Schornsteine noch nicht aufgegeben haben.
18. September: Die Entscheidung, sie trotz der schlechten Erfahrungen vom vorigen Jahr, weiter frei fliegen zu lassen, hat sich bis jetzt als richtig erwiesen. Allerdings hat mir Kiri vor einer Woche eine schlaflose Nacht bereitet, als Rico am Abend allein nach Hause gekommen ist. Das hatte es bisher noch nie gegeben, daß nur einer zurück gekommen ist. Aber eigentlich habe ich Rico im Verdacht, daß er derjenige ist, der Kiri dazu verführt nicht nach Hause zu kommen. Na, da hat er ja bei mir reichlich Plus Punkte gesammelt! Zur Zeit ist das Nahrung's Angebot in der freien Natur für sie so reichlich, das sie schon über einen Monat nicht mehr an ihren Freßnapf gehen. Sie bekommen von mir täglich nur jeder 1/2 Walnuß und ein Stück Frischobst zur Begrüßung und das reicht ihnen. Heute konnte ich endlich mal wieder Bilder von ihnen machen, weil sie 1/2 Stunde früher als sonst zurück gekommen sind. 21. September: Gestern sind sie wieder früh zurück gekommen und haben im Baum Platz genommen. Dort haben sie 20 Minuten wie angewurzelt auf ihrem Zweig gesessen und auf mein mehrfaches rufen überhaupt nicht reagiert. Erst als ich gesagt habe das ich etwas Feines habe, bequemten sie sich und drehten sich um. Als dann das Wort Kuchen aus gesprochen war, stürzten sie sich wie die Geier herunter.
25. September: Gestern sind wir wieder erfolglos im Dorf herum gelaufen um Video Aufnahmen von Kiri und Rico zu machen. Da kam eine Frau zu uns, die in der Gegend wohnt, wo sich die Beiden immer mit Vorliebe aufhalten. Sie hat uns Bilder gebracht und uns von ihren Erlebnissen mit Kiri und Rico berichtet.
Sie bedienen sich mit Futter vom Komposthaufen, das sie im frischen Zustand zu Hause nicht anrühren. Mit der Zeit werden sie zutraulicher und kommen immer näher. Kiri ist so neugierig, das sie sogar schon einen Blick unter der Jalousie hindurch bis ins Schlafzimmer gewagt hat. Schön ist immer wieder, wie man spürt, das fremde Menschen sich über meine Lieblinge mit freuen. Durch sie habe ich auch schon viele Kontakte knüpfen können und bin im Dorf als "der mit den Papageien" bekannt geworden. 29. September: Ich habe von jemand, der in meiner Nähe wohnt, sehr schöne Video Aufnahmen bekommen.
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